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Im extremen Fels

Informationen zu "Grand Pic de la Meije Direkte Südwand /3te Aufl. Nr. 5"

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Sepp Gwiggner - 22.07.1989

Grand Pic de la Meije Direkte Südwand

wer auf dem \"Fahrradlband\" zum Glacier Carre ausscheert und somit den oberen Wandteil auslässt, hat die Tour nicht gemacht. 

Die Tour endet erst am Gipfel und die Schlüsselstelle befindet sich erst in der Gipfelwand!

Die Gesamtanforderung sowie der Gesamterlebniswert werden dadurch wesentlich erhöht.

Wer in der Dauphine noch nach weitereren lohnenden Alpintouren sucht bzw. wem die \"Pausetouren\" zu anspruchsvoll sind, dem sei an der Aig. Dibona die \"Visite obligatore\" zu empfehlen.



Michael Mair - 13.08.2009

Brauchten im Abstieg ein Biwak auf der Terrasse des *Pas du Chat*.Unproblematisch aber kalt.\"Lachend\"



Jacques Lepesant - 3.7.2011
Topo auf camptocamp.org ( aus OISANS SAUVAGE; OISANS NOUVEAU ) nicht sehr genau.....Beschreibung schon sehr viel besser. Am besten vom Gipfel weiter über 2e, 3e und 4e dent und Doigt de Dieu. Von dort unproblematisch (1St) zur Aigle Hütte. Wahrscheinlich schneller (und sicherlich schöner) als Abstieg vom Grand Pic zurück zur Promontoire Hütte. Vom Gesamterlebnis her ( mit Ueberschreitung ) sehr schön. Langer Hüttenzustieg und Abstieg. (am besten von La Grave aus)



François Renard - 21.08.2013

http://franval.renard.free.fr/PWG/picture.php?/13512/category/allain2013



Franz Feuerstein - 03.09.2013

1. Tag: Aufstieg über die Breche La Meije von La Grave aus bereits eine lohnenswerte und alpin angehauchte Unternehmung.

2. Tag: Wegfindung aufgrund der wenigen Normalhaken sehr schwierig und oft nicht eindeutig!

Verschiedene Topos beschreiben alle unterschiedliche Varianten und es ist ein sehr ausgeprägtes Gefühl für die richtige Wegfindung notwendig!

Im oberen Teil haben wir uns dennoch duch Verhauer verleiten lassen zu weitt geradeaus statt um die Kante nach rechts über ein Band in das Schluchtsystem zu klettern, welches (dann erst) links aufwärts zum Gipfel führt. Abseilen aus Verhauer-Abseilstand nach rechts auf das besagte Band war nötig. Waren deshalb um 19:30 Uhr erst auf den Gipfel.

Sind bis kurz vor den Doight de Dieu noch die Querung im Dunkeln geklettert und haben dort biwakiert.

3. Tag: Sehr langer (2300 Hm) Abstieg (ohne Wasser), da die Aigle Hütte nicht mehr bewartet ist!

 

Insgesamt sehr alpines Unternehmen in nicht immer festem Fels und ständiger Bergsturzgefahr.



Tobias Bailer - 28.07.2016

Für so eine 800m Wand bei insgesamt eher gemäßigten Schwierigkeiten im großen und ganzen sehr guter fester Fels. Einzige Ausnahme ist der Bereich zwischen des \"Cheminee verte\" und dem Carreband. Hier müssen einige fragile Blöcke überklettet werden und der Fels ist brüchig. Besonders bei mehreren Seilschaften, aber auch nur bei einer Seilschaft muss hier der Vorsteiger auf seinen Seilpartner unten am Stand im Kamingrund denken. Denn dieser steht ohne große Fluchtmöglichkeiten voll in der Schussbahn. Laut Hüttenwirt der Promontoire-Hütte gab es am Vortag wohl auch genau an dieser Stelle einen schweren Steinschlagunfall mit Hubschrauberbergung. Viele Bruchstücke der orangen Petzl-Styropor-Salatschüssel namens Sirocco und einer zerbrochenen Stirnlampe zeugten von diesem Unfall im Kamingrund.

Wir waren bereits um 9 Uhr auf dem Carreband und haben irgendwie den Fehler gemacht zu meinen die Sache ist nun mehr oder weniger gelaufen und zwei Gänge zurückgeschaltet. Auf dem Carreband hat man aber gerade mal 2/3 Wandhöhe!!! Das obere Drittel zog sich ganz schön und es waren bis zum Gipfel irgendwie weitere knapp 4h nötig. Gipfel ca. 13 Uhr. Vorallem in der Seillänge vor und nachdem Fahrradband \"Vire de bicyclette\" muss ernsthaft geklettert werden. Der Fels ist dort zwar bombenfest aber auch sehr rund, glatt, geschlossen und irgendwie eher unangenehm zu klettern.



David Bruder - 13.7.2019

Was macht man nach 24h-Gewaltaktion (München - Bare des Ecrins Südpfeiler - Auto) sinnvoller weise? Ausschlafen, eben! Und das ganze mit Blick auf die Königin der Dauphine: hoch oben (nämlich 2500hm höher) ragt die Meije steil, unnahbar und majestätisch aus ihrem Gletscherbett in den stahlblauen südalpinen Himmel. Trifft sich gut, dass die Bahn von La Grave (ein wirklich nettes Bergsteigerdorf, wie Cham oder Zermatt - nur ohne die irren Auswüchse des Massentourismus) erst um 8:30 fährt. Hier starten wir ausgeschlafen aber spät den Zustieg zur direkten Südwand- reichlich indirekt, aber eigentlich eine herrliche Genusstour mit viel Wandern in wilder Landschaft, leichtem gekraxel in begelligem Granit (bis II), Gletscheraufstieg mit spannendem Bergschrund und (endlich!) der geliebte Dauphine-Schotter zum Col de La Meije. Von dort ein kurzer Abstieg (II-III oder Abseilen an BH und heuer eine fein abzurutschende Schneezunge zum südseitigen Gletscherchen und in wenigen Minuten zum Adlerhorst der Promotion Hütte. 4h anregende Stunden dauerts, also mehr wie Klein-Winckler angibt…aha?! Erst mal Suppe + Kuchen, dazu eine Panasch-Schmerztherapie für mich (seit ich vor kurzem einen Artikel „Bier hilft besser gen Kopfweh als Paracetamol“ - und ist besser für die Leber - gelesen habe, gibt’ ne Ausrede und ich hab ein neues Ritual :-)) und eine Überraschung: Erdi erkennt die Hüttenwirtin (wirklich leckerer Kuchen!) wieder: war letztes Jahr bei unserem Besuch des Olans in der Fonts-Turban-Hütte am werkeln - Erdi wegen der seltsamen grünen Suppe ganz besonders gut in Erinnerung geblieben (mir wohl nicht so, ich löffel so was einfach aus); des Rätsels Lösung übrigens: Brennesselsuppe! Sie erinnert sich wohl erst, als wir noch 3l Wasser kaufen, so beschwert-beschwingt und auch erleichtert (jaja, ein feines Klo gibts da) verkünden, dass wir jetzt mal gemütlich Richtung Südwand schauen. Sie ist berechtigter Weise besorgt … ich verspreche also, mich spätestens von der Aigles-Hütte zu melden. Kurz oberhalb der Hütte (der Fels ist hier per 20mm-Stahlseile und fette Felsanker seit dem Bergsturz letztes Jahr fest verschnürt) gehts ca. 80m eine Art Klettersteig horizontal nach Norden in die Ostwand des Promotoirgrats hinaus, dann 40m abseilen und an Fixseilen absteigen und wir sind ohne die steinschlägige Abseilrinne bequem am Gletscher unter der Wand. Hier witzeln wir im Anblick tiefer Einschlagkrater, dass wir einige Lacher sicher haben, falls wir hier kurz vor 3 Nachmittags vom Steinschlag erwischt würden - von der ich-habs-ja-gleich-gesagt-schadenfroh-Fraktion - welche enttäuscht wird, auch wenn wir nur in der Theorie Gas geben (real ist der Geist willig, das Fleisch schwach) - und wir ungeschoren über den heuer einfachen Bergschrund kommen: nix Steinschlag aus der Wand, nur in der Zygmondi-Rinne rumpelt gewaltig (Erdi: „die kannst deinem Erzfeind oder für Scheidung-Alpin empfehlen“). Dass man bis kurz vor den großen Kamin solo gehen kann, kann man glauben und machen, muss man aber wollen…wir wollen nicht, sondern lieber die Stiefel dran lassen und sichern gleich den Schluchteinstieg (III, brüchig-dreckig-steil) und nach ca. 50m Querung auch einen steilen Kaminriss (10m IV, SH und H), mit anschießender Plattenquerung (kurz IV, H, insg. 50m) zum Gehgelände. Links der Restschneefelder vermuten wir den Einstieg und diese stören zwar nicht, helfen aber, den Flüssigkeitshaushalt zu sanieren. Dort finden wir einen BH-Stand und steigen auf Kletterschuhe und Seil/t-blocks um. Gut 3 SL gehts für mich leicht rechts aufwärts (II, Stellen schwerer, wenige H), dann ist Erdi dran. Kaum ist unser 40m Seil aus und ich am Nachsteigen, stockt’s und ich hab Zeit, die Wandstelle vor mir (griffarm und ausgesetzt, H, IV - V) zu studieren und über das vorgefunden Gestein zu sinnieren - oft bombenfest und kompakt, aber eben kein Cham-Granit - eher so Wallis-Gneis von der guten, rothornmäßigen Sorte - bevor es weiter geht: zu einem kurzen, steilen Riss mit anschließender wackelig-glatter Querung (H, hart V). Von Erdi’s Stand schnell einen Riss hoch und intuitiv nach links über griffiges, freies Wandl und ich bin am Beginn des „Cimine Vert“ und auch schon fast oben: oft mehr wandig als kaminig, zunehmend mehr H, Nässe, sogar Eis und Schwierigkeiten (bis VI+), zum Schluss am Klemmblock links zu Stand an 2 H - Material vollständig verballert. Angeblich gibts links eine trockene Variante mit BH - aber: keine Zeit für so neumodischen Schnickschnack. Erdi macht weiter: wackelig zurück in den Kamin und über wackelige Blöcke und Riss (2 H, IV-V) hoch zur Bänderzone … Seil stockt, ich werd’ unruhig: 5+, das kann doch nicht so lange…! Komme nach, wir suchen seilfrei gemeinsam - links passt nicht, gerade sieht nicht gut aus, rechts also?? Ich fluche ziemlich - wahrscheinlich habe ich intuitiv eine Ahnung, wer den Einmannbiwaksack bekäme - ich nicht, den trägt Erdi - und der erträgt meinen schlechte Laune stoisch („bringt ja nix“ - recht hat er). irgendwo links steige ich ein: steile, schwarze Wand, oben ein Riss…V, mit H - aber das erste mal von der ganz wackeligen Sorte - drüber einfacher, dann ein offensichtlicher, links hochziehender Riss, noch so ein H, Stand an Block. Ob das passt? der Riss geht weiter, endet dann aber in unklarem Gelände (H) - ich quere lieber vorher steil, aber griffig einige Meter links in die Wand: hurra, hier ist’s einfacher, dann recht hoch auf ein Band mit SH. Weiter könnt ich rechts ausgesetzt queren, kein Material. Also hoch: links ein Stand mit Karabiner - Verhauerabseiler?!, rechts Stand und H und ein Rissüberhang, der die Grenze des menschenmögliche sprengt - also: kurz VI, A0 an Friends - dann noch etwas weiter rechts, leichter - und verdammt, 20m zu hoch - oberhalb einer offensichtlichen Rampenzone, die findet sich im Topo. Schlinge um Block gespendet, runter mit uns. Erdi ist schon los, ich hecheln hinterher - erst rechts, dann Rampe links, Scharte - da oben das Ende? Es zieht sich noch etwa 200m mit t-blocks: erst plattig-griffig-leicht-linkshaltend, dann unklar-wandig-rechts der Kante (Stellen IV, wenige H) zu kleiner Kanzel auf Kante - hier noch Risskaminverschneidung (H, V) und: OBEN, fast - es fehlen noch 30hm Stiefelgelände. Wird auch Zeit, es zieht ganz schön frisches Lüftchen. Schlusspurt, Umarmung, Panoramaphoto - runter! (2x knapp40m abseilen und abklettern zur Scharte, schnell weiter…zu tief! Steigeisen und wackelig zum Fixdrahtseil, Sonnenuntergang, weiter zum Gipfel, Grat entlang - mehr rennen als steigen - Abseilen, das ganze nochmal. Am Zentralgipfel ist der Vollmond da, eine Schau, wenns nicht so kalt und dunkel wäre - nur eine Strinlampe war ne blöde Idee. Wir seilen 3x ab - zuletzt an einem fast zu perfekt platzierten Felsblock im Eisfeld oberhalb des Bergschrunds, den jetzt unsere Schlinge ziert. Endlich nur noch wandern/wanken - pünktlich um 24:00 laufen wir auf der Hütte ein, finden ein Bettchen, schlafen kurz aber schlecht: um 4:00 geht das Rambaza los. Für uns ganz gemütlich, 3 harte Eier, Kaffee, viel Tee, Plausch mit dem Hüttenwart (ja, er hat uns beobachtet und ja, er hat auf der Promotoir Bescheid gegeben). Im erstten Licht gehts ins Tal - die 1800hm ziehen sich, nix im soften Schnee surfen, hart wie … auf jeden fall zu hart! Im Tal dann…erst mal kein Auto, naja: a bissl was geht schon noch. Dann doch eine nette MfG - fehlt nur noch knapp 800km Motorsport und meine Leibleingstour: direkter Sofa-NO-Pfeiler - aber dann mach ich nix mehr!



Bernd Schurr - 26.7.2019

Große lange Route in meist gutem Fels. Rückzug ca. zwei Seilängen unter dem Gipfel wegen Gewitters (ein paar Kilometer weiter wurde selben Tag die Tour de France Etappe wegen Hagels abgebrochen). Wir mussten im Abstieg noch biwakieren, weil wir bei Nacht den Ausstieg aus dem Duhamel Couloir nicht mehr gefunden haben. 

 





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