Passwort vergessen?
Registrieren?

Startseite | Bergsteigen | Alpendominanzen | Klettern | Rennrad | Trekking | Sonstiges

Im extremen Fels

Informationen zu "Grandes Jorasses Walkerpfeiler /3te Aufl. Nr. 11"

« Zurück zur Übersicht

Christoph Klein - 01.07.2003
Traumtour!



Sepp Gwiggner - 10. / 12.07.1983

Grand Jorasses Walkerpfeiler

Am 10. 07. mit der 1. Zahnradbahn nach Montenvers, Zustieg zur Wand und Einstieg in den Pfeiler gegen 14 Uhr. 

Nach dem Rebuffat-Riss Gewitter mit anschließendem Biwak. Am 11. 07. Vormittag planmäßiger Aufstieg, am grauen Turm wiederum Gewitter mit anschließendem Schneefall, dadurch zwei Stunden Zeitverlust durch abwarten unter dem Biwaksack. Am späten Abend wieder weiter bis über den roten Kamin hinaus bis zum Ende der Hauptschwierigkeiten mit anschließendem 2. Biwak. Am 12. 07. Gipfel bei herrlichstem Wetter.

 



David Bruder - 01.08.2009

Mit Edi und Achim. Sind mit der ersten Bahn nach Montenvers, und gegen Mittag eingestiegen. Nach meinem ersten Versuch als absoluter Rookie (er endete in fast halber Wandhöhe, der Kumpel Thomas war am Ende...und im nachhinein betrachtet: wir irgendwo in den Weiten des Walker, \"Desmaison...\" oder so, auf jeden Fall nix Cassin) war ich recht sicher, etwas besser vorbereitet zu sein...lief auch gut, unser flotter Dreier hat einige der vielen Seilschaften überholt....unter uns wurden welche ausgeflogen, 75m-Verschneidung, offentsichtlich Steinschlag - ich hab immer noch ein ungutes Gefühl dabei - haben wir den ausgelöst? Biwak nach ca. 8h Kletterei auf ca. 3800m, etwas kühl. so ging es am morgen auch weiter, Kletterschuhe waren irgendwie nicht erträglich und wanderten in den Rucksack. Dazu immer mehr Schnee und Eis. Der rote Turm total eingeeist, 1 Leichtpickel pro Mann total zu wenig...irgendwie am Fixseil entlang hochgerampft, hab ich kaum getraut es zu belasten, war schon halb durch....danach die Steigeisen bis zum Gipfel am Fuß - noch ein paar nette Stellen, zum Glück bald eher einfach...ca. 6h. Abstieg direkt runter und schnellll unter dem Serak....über die \"sicherere\" Alternative am Croz-S-Grat gar nicht nachgedacht - 2 Tage später starben dort 2 beim Abseilen - Standplatzblock ausgeapert....irgendwann abends im Tal angekommen, und flux in den Schlafsack gekrochen. Am Morgen eine Mitfahrgelegenheit nach Courmayer, dort den Supermarkt geplündert und das Leben genossen - Sonne sitzen, Cappuccino schlürfen, Frauen auf die kurzberockten Beine glotzen...aber nicht zu lange! schließlich hatten wir noch 3 Tage Zeit und gutes Wetter. Während Achim den Zug zurück nach Muc nahm (sponsort by me, aber was macht man nicht alles) gings für Erdi und mich gegen Mittag mit dem Taxi ins Val Veny und auf Umwegen ins Eccles-Biwak....2700hm, 7h ....oh Mann, wir konnten Achim lachen hören. Aber der Freney war gut.-)

Ach ja: mittlerer Satz friends und keile war am Walker eher zuviel: gibt viele Haken. Am Freney dann eher zu wenig.



Roli Striemitzer - 18.08.2012



Joachim Schneider (Bonn) - 21. 07. 2006

schwerste Einzelstelle: Rebuffatriß; bis dort kann man seilfrei

gehen. Es stimmt wirklich: .....Erfüllung u. großes Finale einer

alpinen Leidenschaft (lt.Extrem-Pause 1.Aufl.). Ich mußte damit

bis zu meinem 60. Lebensjahr warten.



Tobias Bailer - 11.07.2015

Tourenbericht, Bilder und weitere Informationen im Forum auf www.rocksports.de



Flo Hübschenberger - 11.7.2015

Chx. Les Práz - Rif. Boccalatte nonstop ohne Bahn + Cosmiquesgrat + Lachenal-Überschreitung am Vortag - allsamt mit einer super Truppe!

4wd, ok bei mir dzt. noch 3,5 (neues Kreuzband murkst noch rum) ist nicht nur beim Auto gut. Ohne Eis dann doch ein ganz schöner Schrofen, dafür mit Kletterschuhen.

Walkerpfeiler rotpunkt? - kurzer Abseiler (Batoux-Topo, Seillänge B14) wie Original-Linienführung. Eine kurze 2m-Querung im Eis mit Kletterschuhen (B7) kam dem A0 auch bedenklich nahe.



Martin Feistl - 21.08.2017

1. Biwak kurz unter dem Einstieg und Start um 4.15 Uhr am tiefsten Punkt.

2. Bis zum Standplatz nach dem Rebuffat-Riss (Schlüsselstelle ausgenagelt, kleine Rocks, im Allain-Riss dafür übernagelt) in Kletterschuhen (4 Seillängen)

3. Bis Standplatz unter 75m-Verschneidung mit Steigeisen (1 Seillänge)

4. Untere Hälfte der 75m-Verschneidung trocken, obere Hälfte leicht vereist, am Ausstieg in Kletterstellung auf Steigeisen gewechselt (1 Seillänge)

5. Ab Ausstieg aus 75m-Verschneidung bis Standplatz unter den Grauen Platten mit Steigeisen. Ab Abseiler nicht mehr rotpunkt (hat zumindest auf die Schnelle nicht trivial aber möglich im Abstieg gweirkt), gutes neues Halbseil fix zum Abseilen und weiter bis zum Standplatz unter den Grauen Platten (3 Seillängen)

6. Graue Platte subjektiv die gefährlichste Länge mit komplizierter Linienführung in unübersichtlchen Platten und vielen (manchmal schwer sichtbaren) Haken überall. Bis Standplatz unter dem grauen Turm in Kletterschuhen. (2 Seillängen)

7. Querung bis Standplatz unter Plattenlänge zurück zur Pfeilerkante mit Steigeisen (1 Seillänge)

8. Mit Kletterschuhen über Platte zurück zur Pfeilerkante logisch und deutlich einfacher als Rebuffat-Riss und Graue Platten. Weiter an der Kante oder leicht rechts davon bis zum Dreieckigen Firnfeld in Kletterschuhen. (2 Seillängen)

9. Verhauer an Fixseil gerade in Roten Kamin hoch (steht eigentlich im \"100 Beste\"), besser links bis zum Ende des Firnfeldes und über viele Haken nach rechts in den Roten Kamin queren. Eine Seillänge an sehr dubiosen Fixseilen gezogen, danach ebenfalls bei Fixseil den Roten Kamin nach rechts verlassen, über Hakenplatte und Platte mit Henkeln waagrecht nach rechts. (4 Seillängen)

10. Rechts um die Ecke, bei uns WI 3 und zunächst noch in dem Coloir bleiben. Später zurück an die Pfeilerkante und über brüchiges und schwer absicherbares Gelände zur Abschlusswechte (2 Meter 80°) und Ausstieg um 9:45 Uhr. Ab Firnfeld bis Ausstieg mit Steigeisen. (3 Seillängen)

11. Abstieg direkt vom Pointe Walker, abartig unangenehmes Blockgelände mit Abseiler (2 mal 30 bis 40 Meter) auf Gletscher. Biwak sicher neben Serac unter regelmäßigem Eisschlag

12. Am nächsten Tag Abstieg in\'s Tal, danke an den Pfälzer mit der Pfälzer Wurst, Brot und Senf oberhalb der Reposoir-Felsen! Trek n\'eat Abendessen, Frühstück und 6 Müsliriegel waren am Ende doch etwas zu light ;)  

13. Trampen nach Courmayeur problemlos, Busticket wurde uns auch nach wehementer Erläuterung unserer Situation im grenzenlosen Europa nicht ohne Personalausweis verkauft. Nach 1,5 Stunden inklusive Fußmarsch von Courmayeur zum Tunnel wurden wir am Kassenhäuschen vorm Tunnel mitgenommen, aber erst als wir die in der Schlange stehenden Autos, die uns kurz davor noch nicht mitnehmen wollten konkreter gefragt haben. Dafür wurden wir dann vom großen Kreisel einfach so ohne, dass wir es versucht hätten direkt zum Auto gebracht als uns ein Ami als Bergsteiger erkannt hat.

 

Facts unserer Begehung:

- 21 Seillängen zwischen 30 und etwa 140 Meter

- aufgrund der Bedingungen ab Ende der 75m-Verschneidung langsames Vorwärtskommen bei siebenmaligem Wechsel von Kletterschuhe auf Steigeisen, insgesamt 17,5 Stunden

-  1 Eisgerät pro Mann, 2 wären empfehlenswert gewesen, mehrfach an Schrauben gesichert

-  4 normale Expressschlingen, 6 120er Expresschlingen, anfangs 2, später 1 60er Expressschlinge, 2 Tiblocs, besser 3

-  Rocks (nur im Rebuffat-Riss gelegt, dort aber sehr wichtig, da offensichtlich ausgenagelt), C4 #0.3 bis #2

-  wahrscheinlich einzigartig wenig (gar keinen?!) Steinschlag trotz teilweise starkem Wind und akzeptablen bis teilweise niedrigenTemperaturen

- Bis zu den Seillängen unter dem Rebuffat-Riss unlohnender Schotterhaufen, dann bis zum Roten Kamin vor allem in den schwierigen Längen und an der Pfeilerkante sehr guter Fels mit toller Kletterei, Bruch oben raus bei uns sehr gut zusammengefroren aber fast gar nicht mehr absicherbar.



Klaus Zugmaier - 10.08.2018-11.08.201

tolle, anspruchsvolle Tour im meist genialen Fels





Kontakt
Copyright 2000-2020 extreme-collect.de
designed by Toni Friedrich